Berichte und Bilder: AnwenderForum am 06.06.2011 in Kremmen-Sommerfeld
12 Krankenhäuser zu Gast in den
Sana Kliniken Sommerfeld,
Hellmuth-Ulrici-Kliniken
"Vielen Dank für die gute Veranstaltung in Sommerfeld."
Lutz Fohgrub, Betriebsleiter Speisenversorgung
hospital Dienstleistung + Beratung GmbH, Berlin
Es gibt keine 0815 allgemeingültige Menübestellung, für jedes Krankenhaus wird wirklich eine individuelle Lösung gesucht und gefunden. Das ist eine klare Erkenntnis, die die Teilnehmer des 3. OrgaCard-AnwenderForums 2011 mit nach Hause nahmen.
Rund um das Thema „Der Essensteilnehmer bestellt selbst – wie geht das?“ wurden in drei hochinteressanten Vorträgen drei völlig unterschiedliche Vorgehensweisen der Menübestellung präsentiert.
„Ein Menübestell-Terminal mitten in einem Akuthaus – geht das wirklich?" Ja, das geht wirklich. Eindrücklich schilderte Frank Neye, Küchenleiter der Sanaklinik in Sommerfeld die deutlichen Vorteile, die diese Erfassung bringt: Mobilitätsunterstützung, Kontaktförderung und selbstständige Eigenverantwortlichkeit auf der einen und Arbeitserleichterung auf der anderen Seite.
Schon in seiner Begrüßung wies Chefarzt Dr. Friedbert Herm darauf hin, dass die gewahrte Selbstständigkeit und die Eigenverantwortlichkeit mitunter große Unterstützung beim Gesundungsprozess leisten. Deshalb machte er sich auch für die Installation des Terminals im Bereich der Akut-Station 8 stark: „Hier kann sich jeder gehfähige Patient mit seiner Telefonkarte anmelden und die Bedienung der MBS Touch-Line Applikation ganz einfach durchtippen.“ Sollte ein Patient seine Bestellung vergessen, greift die automatische Versorgung nach Kostformprofil. Deshalb kann Küchenchef Frank Neye auch ruhig schlafen, denn die 100%ige Versorgungssicherheit für den nächsten Tag ist garantiert.
Alternativ zu diesem Vorgehen berichtete Carsten Jahnke, Serviceleiter der KLINIK BAVARIA, Kreischa vom Scanningverfahren in seinem Haus. Hier werden die Mahlzeiten mehrerer Tage im Voraus auf einem individuell von OrgaCard erstellten Scanbeleg eingetragen, der, vom Computer eingelesen, die Produktionszahlen ermittelt. Für die Produktion und die Speisenausgabe, die sowohl tablettiert am Bett als auch in 3 Speisesälen stattfindet, erscheint ihm dieses Verfahren als besonders geeignet. In Kreischa werden ca. 1000 Patienten versorgt, ca. 350 über Tablettsystem auf Station, alle anderen in insgesamt 3 unterschiedlichen Speisesälen.
Dietmar Boost, Küchenleiter am Bundeswehrkrankenhaus Berlin sprach über die Mitarbeiterverpflegung in seinem Haus. Mit einer Legitimation via PIN-Code können Mittagessen direkt am Arbeitsplatz des Mitarbeiters oder am MBS Touch-Terminal vorbestellt werden. Die Speisenausgabe erfolgt mittels Bondruck direkt an der Theke. Wurde das Essen nicht in Anspruch genommen und kein Bonausdruck erzeugt, wird der Betrag gutgeschrieben.
Den sehr vielfältigen Bedingungen der Bundeswehr für die Speisenversorgung kann effektiv entsprochen werden, weil das OrgaCard-Menübestellsystem passende Nutzergruppen verwalten kann.
Nach diesen unterschiedlichen Eindrücken erlebten die Teilnehmer am Nachmittag auch den Live-Blick hinter die Kulissen und wurden vom „Hausherrn“ Frank Neye durch Speisesaal und Station 8 geführt.



